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Warum Beweglichkeit mehr ist als Dehnen – und welche Rolle Core Flow und Rope Flow spielen

Core Flow und Rope Flow Bewegungstraining zur Verbesserung der Beweglichkeit

Wenn Menschen beweglicher werden möchten, denken viele zuerst an Dehnen.


Das ist nachvollziehbar. Schließlich fühlt es sich logisch an:

Wenn etwas „zu kurz“ ist, muss man es länger machen.


In der Praxis zeigt sich aber oft ein anderes Bild.


Viele Einschränkungen in der Beweglichkeit entstehen nicht nur durch Muskeln oder Gewebe, sondern auch dadurch, wie sicher sich eine Bewegung für unser Nervensystem anfühlt.


Warum Beweglichkeit verloren gehen kann


Ein wichtiger Teil von Beweglichkeit ist Vertrauen.


Wenn dein Nervensystem einer Bewegung nicht vertraut, schränkt es sie häufig ein.

Der Körper reagiert dann mit mehr Spannung und gibt weniger Bewegungsfreigabe.


Nicht, weil etwas kaputt ist.

Sondern weil dein System dich schützen will.


Das passiert meist unbewusst. Der Körper bewertet dabei ständig:

Ist diese Bewegung sicher? Kann ich sie kontrollieren?


Wenn die Antwort unsicher ist, hält der Körper eher fest.


Beweglichkeit entsteht auch durch Sicherheit


Darum kann Beweglichkeit auch dann entstehen, wenn der Körper wieder mehr Sicherheit in einer Position oder Bewegung bekommt.


Ein möglicher Weg dorthin ist ruhige Positionsarbeit.


Dabei geht es nicht darum, möglichst weit in eine Position hineinzugehen, sondern dem Körper Zeit zu geben, sie zu verstehen.


Hilfreich können zum Beispiel sein:


  • moderate isometrische Spannungen

  • langsame, bewusste Bewegungen

  • kontrollierte Atmung

  • bewusstes Wahrnehmen einer Position


Auf diese Weise bekommt das Nervensystem Zeit, Informationen zu sammeln.


Was dabei im Körper passiert


Während wir eine Position ruhig und kontrolliert erleben, erhält der Körper verschiedene Informationen gleichzeitig:


  • Wo befinden sich die Gelenke gerade im Raum?

  • Wie viel Spannung ist in den Muskeln vorhanden?

  • Wie groß ist der aktuelle Bewegungsspielraum?


Diese Rückmeldungen helfen dem Nervensystem, die Situation besser einzuschätzen.


Wenn eine Position kontrolliert und wiederholt erlebt wird, kann sich nach und nach etwas verändern:

Die Schutzspannung sinkt, und der Bewegungsspielraum kann sich erweitern.


Der wichtige Teil: Bewegung nutzen


Es gibt allerdings einen kleinen Haken.


Neue Bewegungsfreiheit bleibt meist nur erhalten, wenn wir sie auch wirklich nutzen.


Wenn der Körper eine Bewegung zwar einmal kann, sie danach aber kaum noch vorkommt, verschwindet dieser Spielraum häufig wieder.


Darum spielen auch Rhythmus, Koordination und fließende Bewegung eine wichtige Rolle.

Sie helfen dem Körper zu lernen:


Das ist mein neuer Bewegungsraum.


Was Core Flow und Rope Flow damit zu tun haben


Core Flow und Rope Flow sind Bewegungsformen, die mit rhythmischen, fließenden Bewegungen arbeiten.


Sie verbinden Spannung, Koordination und Bewegung im ganzen Körper. Dadurch kann der Körper neue Bewegungsräume nicht nur erreichen, sondern auch lernen, sie zu nutzen.


Genau deshalb arbeite ich gerne mit diesen Formen:

weil sie Bewegung nicht isoliert trainieren, sondern als zusammenhängendes System erfahrbar machen.


Dabei entstehen verschiedene Ebenen gleichzeitig:


  • ruhige Positionsarbeit mit Core Flow

  • Bewegung und Verbindung im Körper

  • fließende, rhythmische Bewegung mit Rope Flow


Der Körper sammelt dabei viele Erfahrungen: Spannung, Rhythmus, Koordination und Bewegungsspielraum.


Nicht als isolierte Übung, sondern als Bewegung, die sich tatsächlich nutzen lässt.


Und manchmal reicht auch etwas ganz Einfaches


Nicht jede Lösung muss kompliziert sein.


Manchmal hilft tatsächlich auch etwas sehr Einfaches:

einfach mal wieder tanzen.


Rhythmus, Bewegung und Spielfreude können dem Nervensystem zeigen:

Bewegung ist sicher.


Und genau dort beginnt oft wieder mehr Bewegungsfreiheit.


Wenn du diesen Ansatz selbst einmal ausprobieren möchtest, habe ich einen kostenlosen Einstieg in Rope Flow zusammengestellt.


Dort bekommst du einen einfachen ersten Zugang zu den Bewegungen und kannst ein Gefühl dafür entwickeln, wie sich Flow-Bewegung im Körper anfühlt.



 
 
 

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